Matchworn-Trikots als großes Hobby
NEUHOFEN. Mario Wallner ist einer der treuesten Anhänger der SV Guntamatic Ried: Seit mehr als 20 Jahren sammelt der Berufsschullehrer aus Neuhofen Trikots der Wikinger und hat seit der Eröffnung der Keine Sorgen Arena nur ein Heimspiel der SVR versäumt.
Mario, wie kam es dazu, dass du mit dem Dressensammeln begonnen hast?
Das ist ganz zufällig entstanden. Ich habe vor etlichen Jahren eine Dress erhalten, dann die zweite und so kam der Stein ins Rollen. Die einen sammeln Briefmarken und ich eben Fußballdressen.
Was sammelst du genau?
Matchworn-Dressen – das sind getragene Trikots von Spielern, welche für die SVR kicken – sowie von ehemaligen Fußballern welche mal für die SVR gespielt haben und später ins Ausland gewechselt sind.
Und von jenen, die jetzt woanders in Österreich spielen?
Mir kommt kein Trikot eines anderen österreichischen Profivereins ins Haus. Außer vielleicht von Dietmar Elsnegg, welcher im Sommer zu Voitsberg in die Landesliga gewechselt ist.
Wie viele Trikots umfasst deine Sammlung aktuell?
Insgesamt 75 Exemplare. Es werden aber immer mehr, was mich besonders freut. Am liebsten wäre es mir, wenn die Verantwortlichen jedes Jahr den Ausrüster wechseln würden und ich so meine Sammlung rasch erweitern könnte (lacht).
„Am liebsten wäre es mir, wenn wir jedes Jahr den Ausrüster wechseln würden“ Mario Wallner, SVR-Fan
Wie gelangst du an die Dressen?
Die meisten bekomme ich direkt von den Spielern. Andere von Freunden und Bekannten, oder ich kaufe sie mir bei Tauschbörsen im Internet. Aber eines muss ich schon sagen, manchmal werden Preise bezahlt, bei welchen ich mir schon meinen Teil denke. Das würde ich niemals tun. Ein großer Unterstützer von mir ist der langjährige Zeugwart der SV Ried Rocky Artner.
Wenn du deine Sammlung anschaust, welche ist deine Lieblingsdress?
Jene von Herwig Drechsel aus dem Jahr 1996. Mit original Unterschrift vom „Wiggerl“. Etwas Besonderes ist auch die Dress, mit der Gerald Strafner das erste Europacup-Tor in der Geschichte der SVR erzielt hat. Aber es gibt da noch andere, die ich um kein Geld der Welt verkaufen würde.
Dein Sohn Paul ist ebenfalls begeisterter SVR-Fan. Wird er mal in deine Fußstapfen treten?
Ich hoffe doch. Er ist ebenfalls begeisterter SVR-Fan. Auch er bekommt jede Saison die aktuelle Dress unserer Mannschaft. Zudem ist er Mitglied beim Wikinger Kids Club.
Wie groß deine Liebe für die SVR ist, zeigt auch die Tatsache, dass du seit der Eröffnung der Keine Sorgen Arena nur ein Heimspiel versäumt hast.
Das stimmt. Die West-Tribüne ist fast wie mein zweites Wohnzimmer. Für viele mag ich verrückt sein, aber ich richte meine Urlaubsplanung nach dem Spielplan der SV Ried aus. Weil ich einfach unsere Mannschaft so oft wie möglich unterstützen will. Für mich ist es dabei nebensächlich, in welcher Liga wir spielen und auf welchen Tabellenplatz wir uns gerade befinden. Ich werde auch unsere Jungen Wikinger in der OÖ-Liga unterstützen.
Dann musst du eine sehr tolerante Frau haben?
Ja absolut. Sie versteht mich, besteht aber darauf, dass die „Matchworn-Dressen“ gewaschen werden (lacht).
Als treuer Fan der Wikinger. Wie hast du den Abstieg in der vergangenen Saison verkraftet?
Es war schon schwer, aber irgendwie hat es sich für mich die letzten Jahre abgezeichnet. Vielleicht war es auch gut, denn jetzt kann sich der gesamte Verein neu aufstellen. Dennoch hoffe ich, dass wir heuer den Wiederaufstieg schaffen. Wenn möglich, als Meister und nicht nur aus dem Grund, weil die anderen keine Lizenz für die Bundesliga erhalten.
Wie glaubst du stehen die Chancen auf den Wiederaufstieg?
Wir haben eine gute Mannschaft, die auf alle Fälle das Zeug hat, den Meistertitel zu holen. Ich bin davon überzeugt, dass wir nächstes Jahr den Aufstieg feiern werden. Wenn nicht, werde ich auch nächste Saison auf der West-Tribüne stehen und unsere Jungs unterstützen.
INFORMATION: All jene, welche die selbe Sammelleidenschaft wie Mario Wallner teilen und gerne Dressen tauschen oder verkaufen würden, können sich gerne unter der Telefonnummer 0664/5465276 melden.
